Aktuelles

Lesenacht 2018

Neuer Elternrat 2018/19

Workshop zu sexueller Gewalt an Kindern

Schulfest 40 Jahre Isengrind

Workshop Humor in der Erziehung

Zur Übersicht ↑

Lesenacht 2018

Auch dieses Jahr fand sie wieder statt, die traditionelle Lesenacht für unsere Kindergärtner und SchülerInnen. Am 9.11.2018 war es so weit. Alle waren gespannt, sei es fürs Thema „In allen Farben“ oder weil man am Abend, wenn es bereits dunkel ist, in die Schule darf.

14 Lesungen standen zur Auswahl dieses Jahr und zum ersten Mal auch eine englische Lesung. Die Klassenzimmer waren kreativ dekoriert, mit Kerzen und Licht in eine spezielle Stimmung verwandelt. 6. Klässler, Eltern und Lehrer haben sich vorbereitet um die Kinder mit spannenden Geschichten zu begeistern. Die „Wolkenschloss“ Lesung fand sogar im Freien, bei Fackelschein, geschnitztem Kürbis und Kerzenlicht statt.

In der Pause genossen alle die traditionelle Buchstaben-Suppe mit Brot und Sirup, einfach das Beste, sagen meine Kinder. Danach ging es bereits in die letzte Runde.

Alles in Allem eine weitere gelungene Lesenacht. Herzlichen Dank an alle Helfer, Vorleser und Kinder, es war toll wir freuen uns aufs nächste Jahr.

Zur Übersicht ↑

Neuer Elternrat 2018/19

Der neue Elternrat für das Schuljahr 2018/19 hat erfolgreich seine Arbeit aufgenommen. Allen Kinder, Lehrern und Eltern wünschen wir ein schönes Schuljahr.


grösser durch Klick auf's Bild

Zur Übersicht ↑

„Geh nie mit einem Fremden...”

Elternworkshop zu sexueller Gewalt an Kindern

Am 30. Mai 2018 besuchten etwa 25 Eltern einen Workshop zu sexueller Gewalt an Kindern. Ute Spiekermann von der Fachstelle Limita schaffte es in der zweistündigen Veranstaltung zu diesem schwierigen und sensiblen Thema alle Eltern von Anfang bis Ende einzubinden. Die Veranstaltung begann in der ersten halben Stunde ohne Präsentation. Stattdessen erfolgte eine spannende Diskussion und Interaktion um sich den allgemeinen Vorstellungen der Eltern zu diesem Thema zu nähern, sowie Fragen und Erwartungen zu benennen.

Anschliessend konnte Frau Spiekermann einige dieser Bilder und Vorstellungen zu sexueller Gewalt an Kindern mit gleichzeitig überraschenden und erschreckenden Fakten widerlegen. Für weiteren Diskussionsstoff zwischen den Eltern während der Veranstaltung, in der Pause, und noch lange danach war gesorgt.

So ist zum Beispiel schon der Titel der Veranstaltung eher als Aufhänger gedacht. Die Fälle in denen ein völlig unbekannter „Fremder” ein zufälliges Kind spontan missbraucht sind sehr selten. 75% der Täter kommen aus der Familie, oder dem engeren sozialen Umfeld des Kindes. Schätzungen gehen davon aus, dass jedes 4. Mädchen und jeder 10. Junge im Alter zwischen 7 und 12 Jahren Opfer sexueller Ausbeutung wird, wobei die Anzahl gemeldeter Fälle gering und die Dunkelziffer sehr hoch ist. Mit anderen Worten sitzen in jeder Schweizer Schulklasse mehr als 2 betroffene Kinder. Täter und Opfer kommen aus allen sozialen Schichten.

Betroffene Kinder sind einer starken Belastung und inneren Zerrissenheit ausgesetzt. Oft sind sie durch den Täter durch subtilen oder direkten Druck zur Geheimhaltung verpflichtet. Häufig versucht der Täter auch, dass sich die Kinder gewissermassen ausgewählt oder geschmeichelt fühlen. Auf der anderen Seite ist dem Kind bewusst oder unbewusst klar, dass etwas nicht stimmt. Die resultierenden Gefühle reichen von Verwirrung und Angst bis hin zu völliger Verzweiflung und Wertlosigkeit. Als Ergebnis ziehen sich Opfer oft zurück und begraben die Erlebnisse innerlich. Äusserlich können sich aber Verhaltensauffälligkeiten, Störungen oder überraschende Wutausbrüche zeigen.

Frau Spiekermann konnte an mehreren authentischen Beispielen auch das perfide Vorgehen der Täter beleuchten. Meistens geht dem eigentlichen Missbrauch ein langer Vorbereitungsprozess - bezeichnet als „Grooming” - voraus, bei dem das Kind und sein gesamtes Umfeld systematisch manipuliert werden. Nach der Vertrauensbildung wird versucht, das Kind zu isolieren. Testrituale (zum Beispiel zufällige Berührungen) werden schrittweise zu Grenzüberschreitungen ausgebaut. Die eigentliche Tat ist dann - sofern sie ans Licht kommt - für das soziale Umfeld von Täter und Opfer in der Regel völlig überraschend.

Präventiv kann man versuchen, Kinder für ihre eigenen Gefühle und die Wahrnehmung der eigenen Grenzen zu sensibilisieren. Ein Kind hat ein Recht auf ein lautes „NEIN!”. Eine vertrauensvolle offene Beziehung zum Kind erlaubt es, Signale frühzeitig wahrzunehmen. Die Vermittlung dieser Kompetenzen steht zum Teil im Gegensatz zu verbreiteten Erziehungsgrundsätzen. Kinder haben in der Schweiz noch immer kein Recht auf eine gewaltfreie Erziehung.

Egal wie kompetent das Kind ist - gegen das manipulative Vorgehen des Täters hat es alleine keine Chance. Daher ist es für Eltern wichtig, das Kind bei Vermutungen ohne Druck und starke emotionale Reaktionen zu unterstützen. Offene Gesprächsangebote ermutigen das Kind, Erlebnisse zu teilen und zu lernen, zwischen guten und schlechten Geheimnissen zu unterscheiden.

Von einer Konfrontation des Täters bei Vermutungen oder vollzogenen Missbrauchstaten ist den Eltern nicht nur wegen möglicher Falschanschuldigungen abzuraten. Eher ist es empfohlen, sich externe Hilfe zu holen. Oft genügt bei verdächtigen Vorgängen eine klare Präsenz der Eltern, um einen Täter beim Grooming zu stören und an potentiellen Vorhaben zu hindern.

Der Abend wurde von den Eltern begeistert aufgenommen, fast alle haben dabei neue Einsichten mitnehmen können. Wir hoffen den von Limita organisierten Kinderparcours - eine interaktive Ausstellung für Kinder zur Prävention sexueller Gewalt - auch bald mal am Schulhaus Isengrind begrüssen zu können.

Frau Spiekermann hat uns dankenswerterweise die Handouts ihrer Präsentation für unsere Homepage zur Verfügung gestellt. Auch die Informationen auf der Webseite der Fachstelle Limita sind sehr empfehlenswert.

Alexander Fuchs

Zur Übersicht ↑

Schulfest 40 Jahre Isengrind

Am 13.4.2018 fand als Höhepunkt der Projektwoche 40 Jahre Isengrind ein Schulfest statt. Die Woche und das Fest waren ein voller Erfolg. Der Elternrat konnte sich mit einem reichhaltigen Buffet beteiligen.

Zur Übersicht ↑

Elternworkshop 01.02. 2018:
Humor und Gelassenheit im Erziehungsalltag

„Humor ist, wenn man trotzdem lacht.“ (Sprichwort Otto Julius Bierbaum)

Am 1. Februar hatten wir Eltern die Möglichkeit den spannenden Workshop zum Thema Humor und Gelassenheit im Erziehungsalltag zu besuchen. Bevor uns der Referent begrüsste, war auf der Leinwand eine Videosequenz zu sehen, in welcher jemand ein Blatt Papier zerreisst und ein Kleinkind zuschaut und dabei immer lauter lacht. Die Szene wiederholt sich einige Male und das Kleinkind wird immer vergnügter. Die anwesenden Eltern im Singsaal wurden von der Heiterkeit angesteckt und konnten sich ein Lachen kaum verkneifen.

Danach begrüsste uns Herr lic. phil. André Dietziker (Familien- und Humortherapeut) und stellte sich vor. Er räumte ein, dass der Titel des Workshops nicht ganz korrekt sei; eigentlich müsste es Gelassenheit und Humor im Erziehungsalltag heissen; denn ohne Gelassenheit kann eine Situation keinen Humor hervorbringen; oder können Sie einen Witz gut rüber bringen, wenn Sie kurz zuvor Ihren Sprössling am liebsten auf den Mond geschickt hätten?

Dann wurden wir aufgefordert Aufträge zu erteilen, was uns der Abend bringen soll und mitzuteilen, was wir uns vom Kurs versprachen. Es entstanden folgende Aufträge: Auswege aus dem Nörgelkreis, nicht wütend werden, nicht provozieren lassen, früher erkennen, wenn wir aus Mücken Elefanten machen, nicht lächerlich machen, Umgang mit Fluchwörtern, sowie Gelassenheit unter Zeitdruck.

Danach erklärte uns Herr Dietziker den Stresskreislauf, welcher sich seit Tausenden von Jahren nicht verändert hat und über Leben und Tod entscheidet. Der Angriff eines wilden Tieres wird als reale Bedrohung bewertet, löst Angst aus, auf welche eine Körperreaktion erfolgt. Man entscheidet sich je nach Gefahr und Möglichkeit für eine Handlung (Kampf, Flucht oder Totstellreflex). Dasselbe Muster kommt bei Stress zum Zuge.

Es gibt zwei Arten von Stress: Eustress ist für das Überleben unabdingbar: Eine Wahrnehmung wird positiv bewertet, es ergibt sich daraus eine Herausforderung welche uns aktiviert und Energie liefert. Zum Beispiel die Nervosität vor einer Hochzeit oder einem wichtigen Meeting, Lampenfieber usw.. Distress: Eine Wahrnehmung wird negativ bewertet (als Bedrohung, Verlust oder Provokation), diese Bewertung löst Angst, Ärger oder Trauer frei, welches zu einer Körperreaktion und einem Handlungsdrang führt.

Die Angst ist mit Gefühlen verbunden, welche schwer zu steuern sind. Innere Werte und Leitlinien sind wichtig für die Erziehung. Gelassenheit ist die Fähigkeit, in schwierigen Situationen die Fassung zu bewahren und vor der Handlung, die Bewertung zu überprüfen und die Handlung entsprechend anzupassen. Ist die aktuelle Situation eine tatsächliche Bedrohung oder stresst mich etwas, dass möglicherweise erst später geschieht (Kopfkino)? Herr Dietziker gab uns einige lustige Beispiele, wie wir uns so künstlichen Stress machen, der gar nicht nötig wäre. Die gute Nachricht: Fähigkeiten können gelernt werden.

Wir wurden gebeten stressverursachende Situationen aufzuzählen und Herr Dietziker fragte uns jeweils, wem die Situation auch bekannt war. Es erstaunte nicht, dass gewisse Situationen in mehreren Familien Themen sind. Die Eltern wurden in zwei Gruppen aufgeteilt. Die erste Gruppe sollte Adjektive aufschreiben, wie wir erziehen wollen, die andere Gruppe sollte Adjektive aufschreiben, wie sich das Kind durch unsere Erziehung entwickeln soll.

Viele Kinder leiden unter Leistungsdruck (entweder von der Umgebung oder von ihnen selber auferlegt). Wir sollten zu einer Fehlerfreundlichkeit kommen, da Leistungsdruck stresst. An unfehlbaren Eltern kann man nicht wachsen sondern nur verzweifeln. Humor dient der kognitiven, emotionalen und sozialen Entwicklung des Kindes. Lachen ist eine Geheimwaffe für Eltern: Es hilft gegen Stress, setzt Endorphine frei, fördert die Durchblutung, stärkt das Immunsystem und fördert die Kreativität.

Kinder lachen 300-400 mal am Tag, Erwachsene 15 mal, Tote gar nicht; sogar der Laie erkennt eine Tendenz.

Empfehlung von Herrn Dietziker: Sich morgens eine Minute in Spiegel schauen und sich anlächeln, Abends drei lustige Sachen aufschreiben, die man erlebt hat.

Technik bei stressigen Situationen:
Kreativ das unerwartete tun. Wenn zum Beispiel Geschwister streiten; Streit aufnehmen, lachen, abspielen und den Kids zeigen). Übertreiben, verzerren, variieren, gar nicht reagieren, ignorieren, spiegeln / parodieren, kopieren, zweisilbige Antwort (z.B. Ahja oder Momol...), übertriebenes Kompliment machen oder absurd reagieren, verkehren. Wenn zum Beispiel die Tochter zum x-ten Mal nach ihrem roten Lieblingspulli fragt, könnte man sagen: „Den habe ich gerade im Kühlschrank im unteren Fach, gleich neben dem blauen Pulli gesehen”, oder „Dein Pulli ist grad schnell in den Keller gegangen, um Rivella zu holen.”

Gegen Ende des Referats setzte Herr Dietziker das Resultat der Adjektive beider Gruppen humorvoll zusammen und verabschiedete sich mit den Worten: Erziehung ist Beziehung, Leistungsdruck stresst, Stress frisst Beziehung. Gemeinsam lachen löst den Stress und fördert die Beziehung.

Ein gelungener Workshop, Anhand konkreter Beispiele konnten die Eltern erfahren, dass man auch anders reagieren kann. Ein gemütlicher Apéro rundete den Abend ab. An dieser Stelle besten Dank an die Projekt-Gruppe „Workshops” für die Organisation und an die Schule für die Möglichkeit, den Singsaal zu nutzen.

Anbei auch noch der Flyer zum Workshop.

Sonja